SHINE & LHAGTHONG - Die GRUNDLAGEN der buddhistischen MEDITATION. Der Weg zum Erwachen wird über die einfache Praxis der Beobachtung des Geistes beschritten. Die Praxis der buddhistischen Meditation zeigt sich in Methode und Weisheit.
Mitgefühl und Hingabe entwickeln sowie das Herz öffnen und das Loslassen jeglicher Ich-Bezogenheit sind die Voraussetzungen für wirkliches Glück und wahre Befreiung. Diese Qualitäten und Fähigkeiten werden in der Meditation erkannt und kultiviert.
Indem wir alle Beschäftigung mit den drei Zeiten – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – fallen lassen, gelangen wir zur Augenblicklichkeit des Erfahrungsmomentes. Dadurch lassen wir das Greifen nach Ich-Eindrücken los und erkennen die Ichlosigkeit des Gewahrseins. Auf diese Weise entsteht wahrer geistiger Frieden.
Doch die Beruhigung des Geistes ist nicht der Hauptzweck der Meditation. Es sollen dadurch lediglich die störenden Gedanken und Gefühle zur Ruhe kommen. Auf dieser Basis heraus erfolgt dann die Praxis des durchdringenden Gewahrseins – der Untersuchung der Natur des Geistes. Das Ziel dieses gemeinsamen Übens von Geistberuhigung und Klarblick ist die unmittelbare Erfahrung der Geistesnatur UND das spontane Entfalten von allumfassendem Mitgefühl.
„Aus dem großen Ozean der Liebe und des Mitgefühls erscheint Bodhicitta, der natürliche Ausdruck des Geistes, wodurch der Pfad der Freude und des Segens der Buddhaschaft allen vom Glück begünstigten Wesen zuteil wird...“ (Drikungpa Rigzin Chökyi Dragpa aus: „Das Wunschgebet des Fünfteiligen Mahamudra-Pfades“) |